Die Entstehung der Räume

Wie alles begann…

Schon seit langem existierte das Gerücht, das die Technikschule neue Räume bekommen soll, da die Baracken, in denen wir täglich unserer ehrenamtlichen Arbeit nachgingen, aus den 1936 Jahren stammen und der Zahn der Zeit deutliche Abdrücke hinterlassen hatte. Etwas weniger Gebrauchsspuren besaß das um 1987 gebaute Gebäude direkt gegenüber. Dieses fungierte als Jugendtreff und war eine schöne Ablenkung, um über wichtige Dinge des Lebens zu philosophieren. Doch der 20.07.2009 brachte dieses Gleichgewicht zu Fall, denn ab da hieß es:

WIR ZIEHEN UM !

Da der Termin nicht ganz überraschend kam, konnten wir uns auf dieses freudige Ereignis schon ein wenig vorbereiten, indem wir hektisch Pläne schmiedeten, wie wir die neuen Vereinsräume „gerecht“ aufteilen könnten. Als Grundlage dieser Überlegungen war der Gedanke, jeder Arbeitsgemeinschaft genügend Freiraum zur Verfügung stellen zu können. Dieser Idee standen natürlich räumliche und finanzielle Interessen im Wege, die es effizient zu beseitigen galt. Die Lösung dieser Probleme wurde dann durch Daniel gefunden, der eine Aufteilung fand, nach der wir die neuen Räume umzugestalten haben.

Und jetzt gings los!

Erster Akt: Bad, Ätzraum und Elektronikabteil

Das Ausräumen der kompletten Inneneinrichtung aus dem ehemaligen Jugendtreff stand am Anfang der Umbauarbeiten. Die Motivation war in der ersten Zeit grenzenlos, es wurde jeden Tag gearbeitet. Egal ob es einfache Dinge waren, wie das Geschirr zusammen zu packen, die Playstation (mit der vor dem Abbau natürlich noch einmal gezockt wurde) zu verstauen oder den Billardtisch an seinen neuen Standort zu schleppen. Nachdem die Inneneinrichtung umgelagert wurde, konnten wir mit der Entfernung der Wand- und Deckenpaneele beginnen. Wie nachfolgenden Bilder zeigen, sollte dies noch einige Stunden in Anspruch nehmen.

Nachdem dieser erste Schritt erfolgreich dem Ende zu ging, konnten wir uns dem Grundriss widmen. Wir stellten fest, dass die Differenz zwischen Ist und Soll, doch größer war, als es auf dem ersten Blick aussah. Es mussten 4 Wände weggerissen, 6 Wände gestellt und dazu noch die Statik des Gebäudes beachtet werden. Dazu wurden zur Stabilisierung die Dachbinder versteift. Im nächsten Bild ist im Hintergrund die Wand zu sehen, welche die Statik des Gebäudes aufrecht erhält, sowie die zukünftige Elektronik- und Computerseite trennt. Das Bild daneben zeigt das Grundgerüst der Wände für das Bad und den Ätzraum.

Nachdem der Teil der Arbeit erledigt war, konnten wir beginnen, die Gipskartonplatten an die Wände zu schrauben. Da im Bad und im Ätzraum Wasser, Abwasser und Elektrik erforderlich sind, mussten diese Medien vor dem vollständigen Beplanken verlegt werden. Als besondere Überraschung kam dann noch ans Licht, dass wir vom Bad bis in die Küche ein Abwasserrohr verlegen mussten … unter dem blauen Betonboden. Das Ergebnis hat dann aber doch überzeugt und wir konnten mit voller Kraft die Wände fertigstellen.

Zweiter Akt: Lager, Küche und Computerraum

Der Umbau des Computerabteils wurde etwas einfacher, da „nur“ 1 1/2 Wand gestellt und ein Fenster verschlossen werden musste und der Soll-Ist-Zustand somit etwas näher beisammen war. Allerdings war in diesen Abschnitt die Küche als besondere Herausforderung enthalten. Die in die Jahre gekommenen Kücheneinrichtung sollte ausgetauscht, sowie neue Medien (Strom, Wasser) Installiert werden.

In diesen Umbauzeitraum bekamen wir Unterstützung von einigen Azubis der Ausbildungsstätte Jänschwalde, wobei die Woche gewaltige Fortschritte brachte, wie das Verschließen des Fensters, das vollständige Demontieren der Wandpaneele und das Stellen der Trennwand. Die befreiten Wände wurden, nach Inspizierung des Zustandes, mit Gipskarton verkleidet und verspachtelt, währenddessen die Küche ausgeräumt und entkernt wurde. Nach diesen Arbeiten konnten wir an die Decke gehen. Dafür mussten einige Nägel und die Zierleisten entfernt werden, welche nach einer Aufarbeitung in einem angenehmen Grün gestrichen wurden. Bei der Demontage stellten wir fest, dass die Dachdämmung ausgetauscht werden musste, wodurch auch Überraschungen ans Tageslicht kamen. Teile der Dämmung wurden durch Löcher im Dach beschädigt, welche von außen nicht erkennbar waren, zusätzlich konnten wir noch fossile Tiere begutachten, was den Forscherdrang in uns weckte… . Nachdem die betroffenen Teile der Dämmung erneuert wurden, konnte die Deckenverkleidung wieder montiert werden, desweilen mit der Installation der Elektrik begonnen wurde. Dafür kamen an den Wänden des Computer– und Elektronikabteils Kabelhalter und ein Sicherungskasten, wobei das Verdrahten noch einige Wochen in Anspruch nehmen sollte. Nach dieser Woche kehrte wieder etwas Ruhe auf der Baustelle ein und verschiedene Restarbeiten mussten erledigt werden.

Dritter Akt: Fußboden, Raumgestaltung und vieles mehr

Nachdem die Deckenplatten und die übrigen Gipskartonplatten angebracht waren, konnten auch die Kabelhalter und provisorische Lampen angeschraubt werden. Naturgemäß war bei der nächsten Arbeit nicht ganz so viel Begeisterung zu erwarten… .Die Baustelle musste für die Verlegung des neuen Bodens vorbereitet werden. Schon beim Stellen der neuen Trennwände entpuppte sich der dieser als Gebirgskette. Die Idee den Boden komplett mit Fließen zu bedecken, stand somit auf wackligen Beinen. Zum Glück hat die Firma Orbanz&Lorenz Estrichbau unser Vorhaben mit einer großzügigen Spende unterstützt, indem die Betonierung der gesamten neuen Vereinsfläche innerhalb kürzester Zeit durchgeführt wurde. Nach der Trockenphase konnten wir mit der Arbeit weitermachen. Die farbliche Gestaltung der Wände und der Decke wurde als nächstes in Angriff genommen, wobei die Decke ein, zu den Grünen leisten passendes Weiß und die Wände ein Gelbton erhielten.

Die Fließen wurden von der Firma Porcelaingres gesponsert und machen nach dem Verlegen einen sehr guten Eindruck. Die Fließen wurden hauptsächlich von Daniel, mit Unterstützung einiger Helfer verlegt. Durch die vielen Ecken und Kanten dauerte diese Arbeit natürlich seine Zeit und da bis auf die Spätere Chillecke alles gefliest wurde, war die Fläche nahezu endlos.

Danach konnten wir mit dem einräumen der Möbel beginnen. Die Räume für Elektronik- und Modellbau waren als erstes an der Reihe. Alle Tische und Schränke wurden Stück für Stück ausgeräumt, gesäubert und an den neuen Bestimmungsort transportiert. Das Resultat ist die Heute zu bestaunende Bastelecke für allerlei Arbeiten rund ums Ätzen, Löten sowie Bauen im Maßstab 1:87. Als nächstes wurde die Einrichtung für das Computerabteil und der Küche eingeräumt. Tische, Stühle, Computer, Schränke und Geschirr wurden auf Tauglichkeit hin geprüft und nach bestehen in den neuen Computerraum verteilt.

Der Umbau des ehemaligen Jugendtreffs wurde von vielen ehrenamtlichen Helfern bis zur offiziellen Einweihung am 01.04.2011 durchgeführt. An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen, die dies möglich gemacht haben, indem sie wichtige Sachspenden, Arbeitskraft oder Motivation gegeben haben!!!

Und Nun? Das war´s? Alles Fertig?

Natürlich nicht!!

Neue Projekte stehen schon in den Startlöchern um den Jugendförderverein noch attraktiver zu machen. Zum Beispiel das Gestalten der Außenfassade und der Bau einer gemütlichen Grillecke…

Bis bald im Jugendförderverein Lübbenau e.V.