Leben und Werk von Carl Friedrich Gauß

gauss

Carl Friedrich Gauß erblickte am 30. April 1777 das Licht der Welt. Trotz der ärmlichen Verhältnisse seiner Eltern Gebhard und Dorothea wurde der vielfach begabte Schüler frühzeitig vom Herzog gefördert. Nach seinem Abschluss am Braunschweiger Gymnasium studierte er ab 1795 Mathematik in Göttingen. Nicht alle seine Schriften veröffentlichte er damals. Zu selbstkritisch war der bekannte deutsche Wissenschaftler, dem sowohl Briefmarke als auch Banknote gewidmet sind.

banknote briefmarke
Der postmortale “Mathematicorum Princeps” beschäftigte sich unter anderem mit:

  • der Theorie der Primzahlen.
  • der Konstruktion regelmäßiger Vielecke. Ihm gelang erstmals die seit der Antike gesuchte Konstruktion eines regelmäßigen 17-Ecks mit Zirkel und Lineal.
  • der Geometrie gekrümmter Ebenen.
  • der Differenzialrechnung.
  • der Häufigkeitsverteilung zahlreicher Anwendungen, deren Graph eine Glocke bildet (sogenannte Gaußsche Normalverteilung).
  • dem nachstehend beschriebenen Gaußschen Algorithmus.

Seine Promotion erlangte er 1799 mit dem Beweis des Fundamentalsatzes der Algebra: “Jedes Polynom mit n als höchstem Exponenten hat in den komplexen Zahlen genau n Nullstellen, wobei berücksichtigt werden muss, dass Nullstellen mehrfach auftreten können.”Neben seiner ausgezeichneten Rhetorik war Gauß astronomisch und physikalisch sehr bewandert. Ihm gelang die präzise Vorausberechnung von Planetenbahnen (z.B. Ceres). Er führte Landvermessungen mithilfe des von ihm erfundenen Heliotropen durch und ermittelte die Lage der Erdmagnetpole. In der experimentellen Physik erfand er zudem das Magnetometer und den elekromagnetischen Telegraphen. Theoretisch setzte er sich mit elekromagnetischen, mechanischen und optischen Phänomenen auseinander. Sein absolutes Maßsystem führt alle physikalischen Größen auf Weg, Zeit und Masse zurück. (Die ursprüngliche Einheit Gauß für die magnetische Flussdichte ist inzwischen ebenfalls unzulässig.)Während seiner Arbeit machte er auch Bekanntschaft mit Alexander von Humboldt und Wilhelm Weber. Obwohl der Forscherdrang Gauß fest im Griff hatte, heiratete er 1805 Johanna “Hannchen” Elisabeth Rosina Osthoff und sollte ihr später sechs Kinder schenken.Gauß starb am 23. Februar 1855 in Göttingen.