Chronik von 1991 bis 2003

Das Team 19911991
Als alles begann, zählte Daniel, einer der heutigen Betreuer, selbst noch zu den Kleinsten. Sein zartes Alter von 13 Jahren lag damals unter dem Sommerlager-Durchschnitt von 16,5. Hans Joachim Wanke gilt als der Gründer des Sommerlagers. Es fand zu dieser Zeit noch in zwei getrennten Themengebieten statt: Naturwissenschaft und Elektrotechnik. Der Bereich Naturwissenschaft befasste sich zum Beispiel mit der Untersuchung von Wasser und mit der Beobachtung von Tieren. In der Elektrotechnik beschäftigte man sich mit Computern. Das klingt jetzt vielleicht öde, doch jene Tage waren bunt mit Ausflügen und Veranstaltungen ausgeschmückt.

1992
Peter Möller, der seit 2002 als Betreuer auftritt, nimmt zum ersten Mal als vierzehnjähriger Stift teil.

1993
Auf dem Programm des diesjährigen Sommerlagers standen eine Paddelboottour und ein Ausflug zum Tagebau Seese-Ost. Es wurden Wasseruntersuchungen zur Feststellung des Schwermetallgehalts der Spree genommen. Außerdem wurde ein Kurs zur Bildbearbeitung angeboten, bei welchem nur “Spezielle” mitmachen konnten. Zum Abschluss gehörte, mittlerweile eine Tradition, der ausgedehnte Grillabend mit großem Lagerfeuer.

1994
Alle Teilnehmer begaben sich in diesem Jahr mit dem Fahrrad nach Klein Radden um dort einen Pferdehof zu besuchen. Es stand auch eine große Paddelboottour nach Burg bevor. Diesmal wurde ein Kurs zur professionellen Videobearbeitung angeboten. Zum Abschluss wurde wiederum ein Lagerfeuer angezündet. Ach, da war doch noch die Sache mit dem grünen Toastbrot zum Frühstück, mmmh …

1995
In diesem Jahr veranstalteten Kinder und Betreuer neben dem spannenden Wettschleusen erneut eine Paddelboottour. Ziel war diesmal das Leiper Gasthaus “Schlangenkönig”. Die Paddelbootpaare wechselten häufig und somit stieg Wasser in die Boote. Die Folgen waren feuchte Klamotten und viele Mückenstiche. Hungrig, nass und müde kamen die Kinder am Abend ins Quartier zurück. Am nächsten Morgen wurden sie brutal von Daniel und Sebastian aus dem Schlaf gerissen. Danach fuhren alle nach Cottbus in “Die Fabrik”, wo einige Einblicke in das Innenleben eines Computers möglich sind.

1996
Diesmal kamen außer den deutschen auch polnische Kinder in die Station. Die Verständigung untereinander erfolgte vielfach mit Handzeichen. Außer einigen eifrigen Projekt-Begeisterten erkundete am Sonntag der Großteil Lübbenau. In diesem Jahr bekam das Sommerlager zusätzliches Fördergeld in Höhe von 1500 Mark überreicht, symbolisch durch einen riesigen Scheck. Damit ließ sich etwas anfangen: Neben der Bowlingpartie sollte in Cottbus eigentlich eine Führung durch die Yamaha-Passage stattfinden. Da sie sich verschob, besuchten alle gemeinsam den Tierpark. Sebastians Geburtstag am 27. Juni feierte man mit Dornröschen-Sekt und Crossy-Schokos.

1997
Unter den Projekten befand sich in diesem Jahr das Filmen einer Band. Herausragend schien ebenso die Monsterstrecke, welche Hans Joachim für die Paddler festgelegt hatte. Sie war nur mit mehreren Stopps zu bewältigen. Die Müdigkeit und Entkräftung war der Jugend am Abendbrottisch deutlich anzumerken.

1998
Das Jahr der Musik: Das erste Lied zum Sommerlager mit dem atemberaubenden Refrain “Nimm ein Bit, das macht fit!” wurde verfasst. Der Fotokurs wurde diesmal von Herrn Oehmichen geleitet. Am vierten Tag fuhren die Teilnehmer mit Paddelbooten nach Lübben. Auf der dortigen Kegelbahn taten sich nach einem lustigen Wettkampf die Siegerin Kerstin mit 184 Punkten und der Gewinner Matthias mit 226 Punkten hervor. Rattenkönig wurde Marcel mit 16 Patzern. Beim Grillabend brach dann Panik wegen der Projekte aus. Einige arbeiteten die Nacht hindurch. Am Ende waren alle (fix und) fertig.

1999
Das Motto in diesem Jahr lautete “Don’t worry, be happy!”, wie man auf eigentlich allen Gruppenfotos unschwer erkennen kann. Bei der alljährlichen Paddelboottour führte Hans Joachim Wanke die Gruppe des Sommerlagers nach Burg. Der anschließende Mittwoch ging dagegen als “Day of Berlin” in die Geschichte ein. Gleichzeitig war dies der “Day of Franky”, der zwölf Jahre jung wurde.

Team 20002000
Das Millennium war erreicht, jedoch die besonderen Ereignisse im Sommerlager wurden etwas weniger. Zwei Anmerkungen wären dennoch zu tätigen: Erstens fiel durch Pit und Ingmar mit 1 Minute 12,72 Sekunden der ultimative Rekord im Wettschleusen. Ultimativ war zweitens Daniels zehnjähriges Bestehen im Sommerlager.

2001
In diesem Jahr feierte Peter Möller sein zehnjähriges Jubiläum. Für Hans Joachim Wanke folgte dagegen der letzte Auftritt als offizieller Betreuer. Erstmalig wurde ein Modelleisenbahn-Projekt ins Leben gerufen. Dieses Projekt zog sich über zwei Jahre mit dem Auftrag der kreativen Ausgestaltung und der funktionsfähigen Bedienung der Eisenbahnplatte. Eines der wenigen Projekte, welches nie fertig gestellt wurde. Nach dem eintägigen Paintbrush-Kurs jedoch konnten die drei besten Sprayer schließlich ausgezeichnet werden.

2002
Ein bedeutendes Jahr für Peter und Daniel, die zum ersten Mal für die zwanzigköpfige Rasselbande verantwortlich waren. Sie hatten zuvor schon reichlich zu erledigen. Dass sie den Stress letztlich bewältigten, verdient großen Respekt. Fürs Erste klappte alles wie gewohnt: Das Spaghettiessen wurde dank Julia und Cathleen in die Kaffeezeit verschoben, denn aus bisher ungeklärter Ursache waren die Nudeln angebrannt und ungenießbar. Am Tag vor der Paddelboottour wütete ein heftiges Gewitter, welches uns die Fahrt erschwerte, weil uns Richtung Lübben zahlreiche umgestürzte Bäume den Weg versperrten. Manchmal war Tragen die einzige Lösung.

2003
In diesem Jahr war das Deutsche Rote Kreuz zu Gast. Die Ausbilderin zeigte Erstrettungsmaßnahmen, die wir selber praktizieren durften. Von der Rettungswache Lübbenau stand ein Rettungswagen zur Verfügung, den wir genau inspizieren konnten. Alle älteren Besucher des Sommerlagers bekamen die Chance die Unterweisung in Erster Hilfe für die Fahrschule gratis zu erlangen. Daniel hatte in diesem Jahr einen Ausflug zur Förderbrücke F60 in Lichterfeld geplant. Doch stattdessen wurden die Teilnehmer auf dem Eurospeedway Lausitz herumgeführt. Mit dem Bus über die Steilkurve wäre die Krönung gewesen.

Die Chronik seit 1991 wurde in einer ähnlichen Version von Rico und Kevin während des Sommerlagers 2004 angefertigt. Vielen Dank für die Mühe.